Die nationale Messe für Menschen mit und ohne Behinderung findet am 29. und 30. November 2019 in Luzern statt.

Die immer in den ungeraden Jahren stattfindende Veranstaltung behandelt Themen wie geistige, körperliche, psychische oder sensorische Beeinträchtigungen.

Bei der letzten Messe dieser Art, 2017 ebenfalls in Luzern, präsentierten 150 Aussteller auf über 6.000 qm ihre Neuheiten, Lösungen für verschiedene Lebensbereiche, Dienstleistungen und Produkte.

Knapp 10.000 Besucher konnten sich dabei über Mobilität, Reisen, Kommunikation, Freizeit, Wohnen, Rehabilitation und Medizin informieren.

Zum Rahmenprogramm zählten eine Eventbühne für Vorführungen und Diskussionsrunden, Backstube, Weihnachtsmarkt sowie eine Sporthalle für diverse Behindertensportarten.

Ähnliches wird auch für 2019 erwartet.

Der Umgang mit behinderten Menschen war nicht immer so gut wie heute. Vieles hat sich in den letzten Jahrhunderten zum Positiven verändert. Körperlich oder geistig beeinträchtigte Menschen wurden in den vergangenen Jahrhunderten immer von der übrigen Gesellschaft, auch aufgrund fehlender Gesetze, ausgeschlossen.

Ein kurzer Rückblick:

Während der römischen Antike wurden behinderte Angehörige von der Familie entweder unterstützt oder zum Betteln geschickt.

Im Mittelalter entstanden zwar erste Einrichtungen für Behinderte, trotzdem galten Behinderungen immer noch als göttliche Strafe oder Teufelsbesessenheit. Obwohl die Ausbreitung des Christentums stark voranschritt, hielten nicht viele Menschen viel vom Begriff der christlichen Nächstenliebe. Behinderte wurden weiterhin verstoßen oder gar als Jahrmarktattraktionen vorgeführt.

Anfang des 20. Jahrhunderts änderte sich bereits sehr viel zum Positiven:

Besonders für psychisch Erkrankte sorgte man sich zunehmend um deren medizinische Versorgung. Die Krüppelpädagogik befasste sich eingehend mit der Ursache der Erkrankung und behinderte Kindern durften, wenn auch getrennt von den anderen Kindern, zur Schule gehen.

Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg machten aber schnell alle Errungenschaften wieder zunichte.

Erst nach 1945, und vor allem in den zurückliegenden Jahrzehnten, änderte sich der Umgang mit behinderten Menschen entscheidend zum Besseren.

Etwa durch das Gleichstellungsgesetz in Deutschland, welches Behinderten die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gesetzlich garantiert. Oder durch die Behindertenrechtskonvention der UN.